Linsen-Karotten-Laibchen mit "Restl-Salat"

SRFG2630.JPG

Zutaten:

  • 200 g         Linsen (rote oder gelbe oder kleine Berglinsen)

  •                    Bohnenkraut, Lorbeer

  • 200 g          Karotten (fein reiben)

  • 1                 Zwiebel (fein hacken)

  • 4 EL            Dinkelmehl

  • 1                 Ei

  • 50 g            Feta (zerbröseln)

  • Pfeffer, Muskat, Koriandersamen (alles fein gemahlen)

  • Salz

  • 2 EL             Sojasauce oder Tamari

  • 1 Spritzer    Zitronensaft oder Essig

  • ½ Bund        frische Petersilie (fein hacken) 

  • 1 große       Rote Rübe (2 h im Backrohr bei 190°C gebacken; oder vorgekocht aus dem Packerl)

  • 1 Tasse       Reis (gedünstet; vom Abendessen am Vortag übrig)

 

Zubereitung:

Linsen einige Stunden in reichlich Wasser einweichen. Das Wasser danach wegschütten und die Linsen nochmals im Sieb gut waschen (um die Blähstoffe zu reduzieren).

Linsen mit einem Lorbeerblatt und etwas Bohnenkraut in frischem Wasser aufkochen und auf kleiner Flamme köcheln, bis sie schön weich sind (je nach Sorte etwa 10 – 20 Min.). Erst gegen Ende der Kochzeit salzen. Abgießen, die Gewürze entfernen und auskühlen lassen. (Wenn du größere Linsen verwendest, empfiehlt es sich, diese mit dem Pürierstab zu zerkleinern; aber nicht gänzlich zu Brei verarbeiten).

In einer Pfanne die Zwiebel in etwas Olivenöl anschwitzen und danach zu den Linsen geben.

Im Anschluss das Ei, den Feta, die geriebenen Karotten, das Mehl und die Gewürze mit den Linsen vermengen, mit Tamari und Salz abschmecken und einen Spritzer Zitronensaft (oder milden Essig) und die Hälfte der gehackten Petersilie untermengen. Laibchen formen und im vorgeheizten Rohr bei 180°C ca. 20 - 25 Minuten backen. 

(Den Teig kann man gut vorbereiten und im Kühlschrank über Nacht stehen lassen, dann geht es am nächsten Tag blitzschnell.)

Während die Laibchen backen, bereite aus den vorgekochten oder gebackenen Roten Rüben und dem übriggebliebenen Reis einen armoatischen Salat zu (mit Olivenöl, etwas Senf, Salz, Weinessig und frischen grünen Kräutern).

1 Löffel fettes, griechischen Joghurt gibt dem Gericht auch noch ein wenig saftige Frische.

Wirkung:       

Dieses Gericht stärkt die Nieren, die Mitte und das Blut.

Kohl-Mangold-Suppe

Kohl_Wirsing_Nina Mandl TCM.jpeg

Zutaten (für 6 Personen):

  • 400 g              Kohl (Wirsing) 

  • 400 g              Mangold

  • 2 EL                 Olivenöl

  •                         getrocknete Papaya (2 Streifen oder ein paar Würfelchen)

  • 1 TL                 Shiitake-Pulver (man kann stattdessen auch frische Shiitake-Pilze anbraten und in die fertige, pürierte Suppe geben)

  • 1                      Zwiebel

  • etwas               Pfeffer

  • ½ TL                Galgant

  • 1                      Alge (Wakame oder Kombu)

  •                         Salz

  • 2 TL                  gekörnte Suppenbrühe oder Suppen-Paste

  • 1 Spritzer         Zitronensaft

  • ½ TL                 Kurkurmapulver

  • 2 EL Cashew-Mus

Zubereitung:

Den Kohl halbieren, vom harten Strunk befreien und die Hälften in schmale Streifen schneiden. Beim Mangold, den Wurzelansatz großzügig wegschneiden und die Strünke und Blätter ebenfalls in Streifen schneiden. Zwiebel schälen und fein hacken.

Olivenöl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebel darin anbraten. Dann den Kohl und den Mangold dazugeben und kurz mitrösten. Mit kochendem Wasser übergießen, bis das Gemüse bedeckt ist. Die getrockneten Papaya-Stücke ergänzen und mit Pfeffer und Galgant würzen. Danach die Alge und etwas Salz sowie das Suppen-Pulver ergänzen und rund 25 Minuten köcheln. Dabei gelegentlich umrühren. 

Gegen Ende der Kochzeit eine Spritzer Zitronensaft, Kurkumapulver und Shiitake-Pulver ergänzen und die Suppe fein pürieren. Das Cashew-Mus unterrühren und nochmals kurz aufkochen.

Wirkung:

Wie alle Kohlarten hat auch Wirsing etwas Aufbauendes undstärkt das Jing, also unsere Substanz. Sie tonisieren vor allem das Niere Yin und helfen dabei leere Hitze zu klären. Er ist thermisch neutral und wird dem Erd-Element zugeordnet. Das bedeutet, dass er in jedem Fall unsere Mitte (Milz und Magen) stärkt und unseren Stoffwechsel unterstützt. Er fördert auch die Darmpassage und hilft dem Körper bei der Ausleitung von Toxinen.

Mangold stärkt ebenfalls die Mitte und unterstützt die Blutbildung. Auch Mangold hilft bei der Ausleitung von Giftstoffen. 

Süße Kichererbsen Bällchen

Kichererbsen Bällchen_Nina Mandl TCM.jpg

 

Zutaten (für ca. 28 Bällchen):

  • 150 g              getrocknete Kichererbsen

  • 80 g                Haferflocken (Kleinblatt)

  • 70 g                Datteln

  • 3 EL                Kokosöl

  • 3 EL                Reismilch

  • je etwas         Kardamom und Zimt (fein gerieben)

  • etwas             Orangenschale (fein gerieben)

  • 1 kl. Prise      Salz

  • 1 Spritzer       Zitronensaft

  • 12 g                Bitterkakao

 Und gerösteten, gemörserten Sesam, Kokosflocken, geröstete, gehackte Pistazien.... zum Wälzen

                         

Zubereitung:

Die Kichererbsen für 24 Stunden in kaltem Wasser einweichen. Danach in einem Sieb nochmals gut waschen und in einem Topf mit ausreichend Wasser für etwa 2 Stunden köcheln. (Um die restlichen Blähstoffe auch noch gut auszugleichen, koche ich meist noch ein paar Scheiben frischen Ingwer mit, den ich danach entferne).

Die weichen Kichererbsen auskühlen lassen und im Anschluss mit allen anderen Zutaten in einer Küchenmaschine fein pürieren. (Ist die Masse zu trocken und lässt sie sich daher nicht gut pürieren, kann man noch 1-2 EL Reismilch hinzufügen.)

Die Masse im Kühlschrank für etwa 20 Minuten fest werden lassen und danach kleine Bällchen formen. Diese nach Belieben in Kokosflocken, Sesam, Nüssen... wälzen und genießen.

Wirkung:

Hülsenfrüchte stärken unsere Nierenenergie und helfen dem Körper beim Ausleiten von Toxinen. Sie enthalten viel wertvolles Eiweiß und sind vor allem bei einer vegetarischen oder veganen Ernährungsweise unverzichtbar!

Rinder-Kraft-Suppe

Rinder Kraftsuppe_Nina Mandl TCM.jpg

Zutaten (für ca. 2 Liter Suppe):

  • ½ kg                 Fleisch- und Mark-Knochen vom Bio-Rind

  • 5                       Karotten

  • 2                       Petersilienwurzeln

  • ¼                      Sellerieknolle

  • 3                       Champignons (oder andere Pilze)

  • 1                       Zwiebel 

  • 3 Scheiben     frischen Ingwer


  • 3 cm                  Kurkuma-Wurzel (oder ½ TL Kurkuma-Pulver)

  • Pfeffer, Kümmel, 3 Lorbeerblätter, Wacholder 

  • 1 Scheibe         Bio-Zitrone 

  • etwas Salz 

  • frischen Schnittlauch zum Garnieren 

  •  optional 1 Stück Beinfleisch oder Schulterscherzel oder Tafelspitz vom Bio-Rind (wenn man die Suppe gerne mit Fleischeinlage isst)

    Optionale Ergänzung - chinesische Kräuter:

  • 15g Huang Qi

  • 15g Gou Qi Zi

  • 10g Dang Gui (Achtung: nicht in der Schwangerschaft verwenden)

  • 3 St. Rote Datteln

  • 5 St. Lotus Nüsse

Zubereitung:

Die Zwiebel samt Schale wasche und halbieren. Das Gemüse gut waschen (wer möchte kann es auch schälen) und nur grob zerkleinern. Das Fleisch und die Knochen ebenfalls waschen und mit Küchenpapier trocken tupfen. 

Die Zwiebelhälften mit der Schnittfläche nach unten in einem großen Topf (ohne Zugabe von Fett) anbräunen. Sobald die Schnittflächen braun geworden ist, das grob zerkleinerte Gemüse und die Knochen ergänzen und gut durchmischen. Mit kaltem Wasser (aus dem Wasserkocher) aufgießen, bis alles gut bedeckt ist.

Wer möchte kann nun die chinesischen Kräuter dazu geben, wobei es sich empfiehlt, die Wurzeln (Huang Qi und Dang Gui) in einen Tee-Filter oder ein Stoffsäckchen zu verpacken, da man diese nur etwa 1 Stunde mitkochen und danach entfernen sollte (die Suppe wird sonst bitter). 

Mit Ingwer, Pfeffer, Kümmel, Lorbeer und Wacholder würzen, etwas salzen und die Zitronenscheibe beifügen. Zuletzt die gewaschene Kurkuma-Wurzel (oder etwas Kurkuma-Pulver) ergänzen und bei geringer Hitze und nicht ganz geschlossenem Deckel etwa 4 Stunden (gerne auch länger) köcheln.

Wer ein Stück Fleisch mitkochen möchte, fügt dieses besser erst nach einer guten Stunde Kochzeit hinzu, damit es nicht zu stark ausgekocht wird.

Falls sich während des Kochens sehr viel Schaum bildet, sollte man diesen abschöpfen.

Die fertige Suppe durch ein Sieb abseihen (Fleisch und Gemüse wegwerfen) und mit frischem Schnittlauch garnieren. 

Schwarzer Bohnen-Aufstrich

Schwarze Bohnen Paste_Nina Mandl TCM.jpg

Zutaten (für 2 Gläser):

150 g                          schwarze Bohnen

2                                 Pastinaken (ODER 1 Süßkartoffel)

etwas                         Bohnenkraut

                                   frischer Ingwer

4 EL                            Olivenöl

2 EL                            schwarzer Sesam

2 TL                            weißer Sesam

1-2 TL                        Miso-Paste

½ TL                           Kreuzkümmel (gemörsert)

etwas                         Chilipulver

½                                Knoblauchzehe

1-2 TL                        Meersalz

½                                Bio-Zitrone

etwas                        Apfelessig

                                   frische Petersilie

 

Zubereitung:

Die Bohnen einige Stunden (am besten über Nacht) einweichen. Danach nochmals gut durchwaschen und mit etwas Bohnenkraut und 3 Scheiben frischem Ingwer mindestens 90 Minuten kochen, bis die Bohnen schön weich sind.

 Die Pastinaken schälen, grob zerkleinern und in leicht gesalzenem Wasser sehr weich kochen. (Wer Pastinaken nicht besonders mag, kann stattdessen eine Süßkartoffel verwenden.) 

Nacheinander zuerst den weißen und dann den schwarzen Sesam ohne Zugabe von Fett in einer Pfanne sanft anrösten bis er zu duften beginnt. (Achtung, wenn die Pfanne zu heiß ist, springen die Körner davon!) 

Den weißen Sesam zu Dekoration vorerst beiseitestellen, den schwarzen zusammen mit den gekochten Bohnen, den weichen Pastinaken-Stücken und dem Olivenöl in eine Küchenmaschine geben. Mit den Gewürzen, dem Meersalz und dem Saft einer halben Zitrone zusammen ganz fein pürieren. Ist die Masse zu fest und zu trocken, etwas heißes Wasser untermischen.

Zum Schluss mit Salz und Essig abschmecken und mit gehackter Petersilie und dem gerösteten weißen Sesam bestreut servieren.

Wirkung:

Bohnen sind ein wichtiger Eiweißlieferant. Sie wirken ausleitend und entgiftend und stärken, wie alle Hülsenfrüchte, insbesondere die Nieren aber auch die Mitte. Aufgrund der Farblehre der 5 Elemente gelten schwarze oder dunkle Lebensmittel als spezielles Nieren-Tonikum.

 

Sellerie aus dem Rohr mit Petersil-Mandel-Pesto

Sellerie aus dem Rohr mit Pesto_Nina Mandl TCM.jpg

Zutaten (für 4-6 Personen):

1                      große Sellerie-Knolle (ca. 1,2 kg)

                        Olivenöl

2 TL                 Meersalz (grob)

etwas              Zitronensaft und -Schale

 

Für das Pesto:

1 Bund             Petersilie

60g                  Mandeln

6 EL                 Olivenöl

5 EL                 Parmesan (fein gerieben)

ein paar          Chiliflocken

etwas              Salz

etwas              geriebene Zitronenschale

ein Spritzer     Zitronensaft

 

 

Zubereitung:

Die Sellerie-Knolle gut waschen und bürsten. Den Wurzelansatz nicht entfernen (da sonst der Saft beim langen Backen austritt).

In einer Schüssel Olivenöl mit grobem Meersalz, etwas geriebener Zitronenschale und einem kleinen Spitzer Zitronensaft vermengen. Nun die Knolle darin wälzen und rundherum gut einreiben. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und im auf 190°C vorgeheizten Backrohr etwa 3 Stunden backen. (Der Sellerie ist servier-fertig, wenn er sich leicht mit einem Messer ganz leicht anstechen lässt.)

In der Zwischenzeit für das Pesto die Mandeln in einer Pfanne unter ständigem Rühren leicht anrösten. Danach mit den abgezupften, gewaschenen Petersilien-Blättern, Öl, Chili, Salz und Zitronensaft in einer kleinen Küchenmaschine oder mit dem Pürierstab gut pürieren. (Ist die Paste zu fest, ein wenig lauwarmes Wasser beimengen und nochmals pürieren.) Zum Schluss den geriebenen Parmesan und die Zitronenschalte untermengen.

Die fertige Sellerieknolle in 4-6 Spalten schneiden und mit einem Spritzer Olivenöl, etwas Pesto und einer Prise Salz servieren.

Wirkung:

Für alle Sellerie-Arten gilt gleichermaßen, dass sie dem Erd-Element zugeordnet sind und eine leicht kühlende Wirkung haben. Die Knolle beeinflusst die Leber besonders positiv, indem sie das Leber-Yin nährt. Gleichzeitig leitet sie Hitze aus und wirkt somit gegen Entzündungen. Sellerie wird daher auch gerne bei Bluthochdruck eingesetzt. Auch Milz und Lunge werden von der Sellerieknolle gut erreicht und gestärkt.

Das Pesto aus Mandeln und frischer Petersilie ist ein Tonikum für die Nieren und die Lunge. Es stärkt die Substanz und nährt das Yin. In allzu großer Menge kann es aber unsere Galle belasten, da es doch sehr fett ist – daher nur als kleinen, würzigen Akzent einsetzen.

Warmer Paradeis-Salat

Tomaten im Backrohr_Nina Mandl TCM.jpg

 

Zutaten (für 4 Personen);

8               Paradeiser

4 EL                Olivenöl

                        Pfeffer

etwas              Zitronenschale (gerieben)

1 Frühlingszwiebel oder kleine Schalotte (fein gehackt)

                       Meersalz

1 EL                Zitronensaft

3 EL                weißer Weinessig

1 Hand         Basilikum-Blätter

Die Paradeiser waschen und in Scheiben schneiden. (Besonders hübsch sieht der Salat aus, wenn man unterschiedliche Paradeiser mischt.)

Nun auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech auflegen mit etwas Meersalz und eventuell getrocknetem Basilikum würzen und im vorgeheizten Rohr bei 190°C rund 20 Minuten schmoren. Dabei immer wieder mal kontrollieren, dass die Tomaten nicht zu dunkel werden.

In der angegebenen Reihenfolge die Zutaten für die Marinade mischen und die noch warmen Paradeiser damit übergießen. Die frischen Basilikum-Blätter etwas zerkleinern und über den Salat streuen.

Diese geschmorten Tomaten sind aber auch ummariniert eine wunderbare Zuspeise zu Fisch oder Fleisch.

Wirkung:

Paradeiser sind vitamin- und mikronährstoffreich (Vitamin C, Kalium, Folsäure), antioxidativ und kalorienarm. Die TCM ordnet sie aufgrund ihres säuerlichen Geschmacks dem Holz-Element zu. Paradeiser wirken daher auch in erster Linie auf den Funktionskreis der Leber. Zudem wird auch der Magen positiv beeinflusst.

Sie tonisieren die Körpersäfte sowie das Blut und werden daher bei Trockenheits- (Yin-Mangel-) und Hitze-Symptomen, wie entzündeten, roten Augen, Nachtblindheit, Unruhe, trockener Verstopfung oder Magen-Yin-Mangel-Erscheinungen, wie Zahnfleischbluten, empfohlen.

Pulpo mit Beluga-Linsen

Tinentfisch in der Pfanne_2.jpg

Zutaten (für 4 Personen):

  • 1                              Tintenfisch / Pulpo (ca. 600 g)

  • etwas                      Olivenöl und etwas Butterschmalz

  • 1 TL                          Zucker

  • ½ Stange                 Lauch

  • 1 Zweig Thymian

  • 1                               Lorbeerblatt

  • 1 TL                           Meersalz

  • 2                               Zitronen

  • 200 g                      Beluga- oder Puy-Linsen (idealerweise einige Stunden vor dem Kochen in kaltem Wasser einweichen und das Einweichwasser wegschütten)

  • etwas                       Bohnenkraut oder 1 Lorbeerblatt

  • 1 Scheibe               frischen Ingwer

  •                                 Salz

  • 1 Hand                    fische Korianderblätter (grob gehackt)

  • 1 Hand Rucola (grob zerkleinert)

 

Für die Marinade:

  • 3 EL                          Olivenöl

  • 1                              Schalotte

  • 1 TL                          Raz el-Hanout (oder ersatzweise scharfes Paprika-Pulver)

  • etwas                       Meersalz

  • 2 EL                          Balsamico- oder Sherry-Essig

  • 1 EL                          Zitronensaft

 

 Zubereitung:

In einem nicht allzu großen Topf reichlich Wasser mit einem TL Zucker, einem Lorbeerblatt, einer halben Lauchstange, einem Thymian-Zweig, 1 TL Salz und einer Zitronenscheibe zum Kochen bringen. Sobald das Wasser kocht, den Pulpo mit einer Küchenzange für einige Sekunden eintauchen und wieder herausnehmen. Diesen Vorgang mehrmals wiederholen, bis sich die Fangarme gut kräuseln. (Dies soll verhindern, dass sich die Haut beim Kochen ablöst.) Danach zugedeckt bei mäßiger Hitze weichkochen (je nach Größe etwa 30 - 45 Minuten). Den Pulpo herausnehmen und auskühlen lassen, den Sud wegschütten.

 Während der Pulpo auskühlt, die Linsen gut waschen (noch besser wäre es, sie vor dem Kochen einige Stunden in kaltem Wasser einzuweichen und das Einweichwasser danach wegzuschütten) und in einem Topf mit der doppelten Menge an Wasser, etwas Bohnenkraut (oder einem Lorbeerblatt) und einer Ingwerscheibe zum Kochen bringen und etwa 20 Minuten weichkochen. Erst gegen Ende der Kochzeit leicht salzen.

Für die Marinade alle Zutaten in der angegebenen Reihenfolge mischen und die noch warmen Linsen darin ein paar Minuten durchziehen lassen.

Währenddessen dem vollständig ausgekühlten Tintenfisch die Arme abtrennen (den Kopf wirft man leider weg) und in der Olivenöl-Butterschmalz-Mischung schön kross braten.

Auf jedem Teller etwas Linsen-Salat mit Koriander und Rucola sowie einem Tintenfischarm anrichten und mit einer Zitronenspalte dekorieren.

Wirkung: 

Tintenfisch stärkt (wie Fische und Meerestiere allgemein) vor allem die Nieren. Im Gegensatz zu sämtlichen Krustentieren und Meeresfrüchten wirkt er kühlend.

Linsen leiten Feuchtigkeit aus und haben eine tonisierende Wirkung. Vor allem die schwarzen Beluga-Linsen haben eine besonders starken Nieren-Bezug. Sie wirken, wie alle Hülsenfrüchte, leicht kühlend, stärken auch die Verdauungskraft und sind eine wunderbare pflanzliche Eiweißquelle.  

Radieschen Suppe

IMG_E5662.JPG

Zutaten (für 8 Personen):

  • 4 Bund            Radieschen (2 Radieschen für die Garnitur aufheben)

  • ½                     Knoblauchzehe (bei Hitzesymptomen weglassen)

  •                         Olivenöl

  •                         Pfeffer

  •                         Salz

  • wenig               Balsamico-Essig

  • 2 L                   Gemüsebrühe

  • 1/8 L               Soja-Obers

  •                         Schnittlauch und in dünne Scheiben geschnittene, frische Radieschen zum

  •                         Garnieren

Zubereitung:

Radieschen waschen und grob raspeln. Zirka 3 EL davon zur Seite stellen.

In einem Topf Olivenöl erhitzen und darin den Knoblauch kurz andünsten. Die geriebenen Radieschen dazu geben und einige Minuten mitrösten. Nach Belieben pfeffern und mit der heißen Suppe aufgießen. Gute 5 Minuten auf kleiner Flamme köcheln.

Nun die restlichen rohen Radieschen zur Suppe geben und alles mit dem Stabiler pürieren. Und zum Schluss das Soja-Obers einrühren.

Die fertige Suppe mit ein paar Tropfen Balsamico-Essig, etwas gehacktem Schnittlauch und ein paar hauchdünnen Radieschen-Scheiben garnieren.

Wirkung:

Radieschen sind dem scharfen Geschmack zugeordnet. Sie wirken aber trotzdem kühlend und zerstreuend und erzeugen keine Hitze. Radieschen sind daher im Frühling besonders hilfreich beim Ausleiten der Feuchten Hitze, die sich aufgrund der schweren Winter Ernährung angesammelt hat.

Reis-Salat mit Fisolen und Räucherlachs

Reissalat mit Fisolen u Räucherlachs_Nina Mandl TCM.jpg

Zutaten (für 4 Personen);

  • 1 Tasse          Vollkorn-Rundkorn-Reis

  • 200 g             Fisolen

  • 6                   Radieschen

  • 1-2                Frühlingszwiebeln     

  • 1 Packung       Räucherlachs oder eine geräucherte Lachsforelle (filetiert)

  • 4 EL                Olivenöl

  •                       Pfeffer

  • 1 TL                Dijon-Senf

  •                        Meersalz

  • 2 EL                Sojasauce

  • 1 EL                Zitronensaft

  • 2 EL                Weißwein-Essig

  • ½ Bund           Dille

Zubereitung:

Den Reis gut waschen und in etwas mehr als der doppelten Menge Wasser aufkochen. Das Wasser leicht salzen. Rund 35-40 Minuten köcheln und danach nochmals 10 Minuten quellen lassen. Den Reis vorerst zur Seite stellen und leicht überkühlen lassen.

Während der Reis kocht, die Fisolen waschen und vom Strunk befreien und in leicht gesalzenem Wasser bissfest kochen. Nach dem Abseihen (je nach Länge) halbieren oder dritteln.

In der Zwischenzeit für das Dressing das Öl mit Senf und Pfeffer verrühren. Nun Salz, Sojasauce, Zitronensaft und Essig ergänzen und nochmals gut durchrühren.

Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden und die Radieschen zerkleinern.

Nun den Reis mit den Radieschen, den Fisolen und der Marinade vermischen. Den Lachs, bzw. die Lachsforellen-Filets, in mundgerechte Stücke schneiden und mit den Frühlingszwiebeln und der Dille auf dem Reis Salat verteilen.

Wirkung:

Reis ist besonders bekömmlich, harmonisierend und stärkend. Er wirkt sich sowohl auf die Lunge, als auch auf den Darm und somit auf die Haut sehr positiv aus. Reis hat eine reinigende Wirkung und kann dabei helfen, feuchte Hitze aus dem Magen-Darm-Trakt auszuleiten.

Fisolen leiten ebenfalls Feuchtigkeit aus und tonisieren zudem Qi, Yin und Blut. Sie wirken besonders positiv auf die Mitte, aber auch auf Lunge und Herz.