Sommerbeginn – Die Energie und Triebkraft des Feuer-Elements positiv nutzen

Bereits morgen, am 17. Mai, beginnt der Sommer – zumindest nach dem Chinesischen Kalender. Vielleicht stellt sich nun auch tatsächlich etwas konstanteres Schönwetter bei uns ein.

Nach der 5 Elemente Lehre gehen wir nun vom Holz-Element in das Feuer-Element über. Energetisch bedeutet das eine zusätzliche Dynamisierung. Das zunehmend intensivere Licht und sommerliche Temperaturen wecken nämlich vermehrt unsere Lebensgeister und sorgen für ein gesteigertes Aktivitätslevel. Diese Triebkraft erreicht besonders schnell die beiden Feuer-Organe Herz und Dünndarm. Die sprühende, nach außen gerichtete Energie des Feuer-Elements lässt unser Herz und unseren Geist nun sehr offen und kommunikativ sein und sorgt für gesteigerte Lebensfreude, starke Emotionen und ein Mehr an Bewegung.

Die treibende Energie des Feuers kann aber auch sehr rasch zu stark werden und zu einer Überhitzung unseres Systems oder zu geistiger oder körperlicher Überbeanspruchungen führen. Gefährlich wird das dann, wenn zusätzlich erhitzende Emotionen, durch Stress oder zwischenmenschliche Konflikte, im Spiel sind. Aber auch Überstimulierung durch ein Übermaß an Genussmitteln, ein Zuviel an elektronischen Medien oder ein zu dichtes Programm, können das Herz und das Gemüt belasten und zu großer Unruhe führen. Schlafstörungen, emotionale Disbalance oder auch Verstopfung sind häufige Folgen.

In den kommenden Monaten ist daher eine Ernährungsweise ratsam, die uns nicht zusätzlich zu stark erhitzt. Empfehlenswert sind bekömmliche Speisen mit moderater Thermik. Der Schwerpunkt sollte auf neutralen und erfrischenden Zutaten liegen, die aber nicht ausschließlich kalt oder roh konsumiert, sondern bekömmlich zubereitet werden. Denn auch bei warmen Außentemperaturen sollten wir darauf achten, unseren Verdauungstrakt nicht zu stark abzukühlen, um einem Energieabfall und einer übermäßigen Nässebildung vorzubeugen.

Versucht man, sich im Sommer zu häufig über eiskalte Getränke, Eiscreme, Joghurt oder ein Übermaß an Rohkost, Südfrüchten und Salaten zu kühlen, leidet rasch der Verdauungstrakt. Unser Stoffwechsel verlangsamt sich und es kommt schnell zu Nässeansammlungen, die sich im drauffolgenden Winter als hartnäckige Begleiter in Form von Verschleimung, Husten und Schnupfen bemerkbar machen.

Aus Sicht der TCM sind nun kühlende Zutaten in gekochter Form ideal, wie beispielsweise gebratene Zucchini, Auberginen, Tomaten oder Stangensellerie. Aus gutem Grund wird in vielen südlichen Ländern auch lauwarmer Minz- oder Grün-Tee als Erfrischung serviert. Diese Kräuter haben stark kühlende Wirkung und sind als Tee genossen extrem wohltuend und wirkungsvoll.